logo_demjansk Kampfraum Demjansk - Phase 1 - Vorgeschichte, Planung


Anfang Dezember 1941: Die Heeresgruppe Mitte war mit der Operation "Taifun" (der Angriff auf und die Einnahme von Moskau) vor Moskau steckengeblieben. Durch die erforderlichen Bewegungen blieben nur wenige nicht stark ausgerüstete Einheiten an der Nahtstelle zur Heeresgruppe Nord zurück.

Da für die Sowjetunion absehbar war, dass Japan nicht mehr unterstützend in den Krieg eingreifen würde, verlegte sie die sibirischen, sehr gut ausgerüsteten, Divisionen an die westliche Front. Denn die Sowjetunion wusste sehr genau um die Schwäche der dünnbesetzten Nahtstelle zwischen der Heeresgruppe Nord und der Heeresgruppe Mitte.

Die Sowjetunion entwickelte daraufhin einen Plan, die Heeresgruppe Mitte aus dem rückwärtigen Raum heraus zu umgehen und diese von "hinten" zu schlagen. Zusätzlich sollte die Heeresgruppe Nord eingekesselt und ebenfalls geschlagen werden. Die Planungen sahen wie folgt aus:


Karte Übersicht
Übersichtskarte Raum südlich Ilmensee (Winter 1941/42)
zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken


Angriff nördlich (2. Stoßarmee) und südlich (siehe weiter unten) des Ilmensees. Im nördlichen Raum des Ilmensees (Wolchowkessel) sollte die 18. Armee gebunden und von dem Ziel, Leningrad zu erobern, abgelenkt werden.

Im südlichen Raum des Ilmensees (Kampfraum Demjansk) sollte hart südlich des Ilmensees der wichtige Knotenpunkt Staraja Russa zurückerobert werden. Danach sollte westlich des Ilmensees die Vereinigung mit den nördlichen Truppen erfolgen und die Heeresgruppe Nord eingekesselt werden. Ein Teilverband sollte bei Staraja Russa stark südlich abdrehen und sich mit den Truppen, die weiter südlich von Demjansk auf Cholm durchstoßen sollten, um dann teilweise nördlich einzudrehen, am Fluß Lowatj vereinigen. Somit wären die Heeresgruppen Nord und Mitte auseinandergesprengt! Vom Raum Cholm aus sollten dann die Truppen nach Süden eindrehen und der Heeresgruppe Mitte in östliche Richtung in den Rücken fallen.

Unterstützt wurden die Planungen von stark organisierten Partisanengruppen, unter anderem dem Partisanenverband "Iwan der Schreckliche", und dem erneut starken Winter. Denn durch den Winter waren die bislang natürlichen Hindernisse, wie Seen und Flüsse, zugefroren und passierbar. Hinzu kamen bestens ausgerüstete und für den Winter hervorragend ausgestattete sibirische Einheiten.

Folgende sowjetische Armeen standen für den südlichen Raum des Ilmensees zur Verfügung:

11. Armee:
stand südlich des Ilmensees

34. Armee:
marschierte aus dem Waldaigebirge heraus

22. und 53. Armee (spätere 1. Stoßarmee) sowie 3. Stoßarmee:
südlich Demjansk auf Cholm marschierend



zur Übersicht Demjansk

nächste Seite

   vor

Grafik: kleiner Pfeil nach oben zeigend Seitenanfang