Die 126ste während der Feiertage 1941 - 1945


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Neujahr    Heldengedenktag    Karfreitag    Ostern    1.Mai   

Himmelfahrt    Pfingsten    Erntedanktag    Bußtag    Weihnachten   





Foto Frank Manns


Mit der Ausgabe des Reichsgesetzblatts (Teil 1, 22.Ausgabe, vom 28. Februar 1934) wurde mit dem Beschluss vom 27.Februar.1934 das Gesetz über die Feiertage veröffentlicht.

Neben den drei nationalen Feiertagen 1.Mai, Heldengedenktag und Erntedanktag gab es die Feiertage Neujahrstag, Karfreitag, Ostermontag, Himmelfahrtstag, Pfingstmontag, Bußtag sowie den ersten und zweiten Weihnachtstag. Ferner gab es in den überwiegend evangelischen Gemeinden das Reformationsfest und in den überwiegend katholischen Gemeinden den Fronleichnamstag.



Reichsgesetzblatt
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Nachfolgend sollen die Stationen der 126. Infanterie-Division an den einzelnen Feiertagen aufgezeichnet werden. Ich habe so gut wie möglich die Feiertage zwischen 1941 bis 1945 recherchiert. Nur sind nicht alle Tage der 126sten belegt. Dennoch glaube ich einen guten Überblick geschafft zu haben. Ich kann nur einen Überblick der gesamten Division wiedergeben, da ich keine Aufzeichnungen der einzelnen Einheiten vorliegen habe. Sollte jemand noch Ergänzungen haben (Briefen o. ä.), bitte ich mir diese Informationen zukommen zu lassen.

Ebenfalls habe ich so gut wie möglich versucht, die genauen Zeitpunkte der Feiertage herauszufinden. Es war gar nicht so einfach, da in den Kriegsjahren manche Feiertage verschoben wurden.
So haben die hier angegebenen Feiertagsangaben keinen Anspruch auf Richtigkeit. Korrekturen bitte ich mir mitzuteilen.

Mein Dank gehört an dieser Stelle Monika. Sie hat mir beim Zusammentragen der Feiertage unheimlich geholfen. Erst jetzt bemerkt man, wie der Nationalsozialismus auch bei den Feiertagen eingegriffen hat.







Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird seit dem Neujahrstag 1941 bis heute von beinahe allen Rundfunkanstalten weltweit ausgestrahlt.



Grafik: kleines Ritterkreuz

Mittwoch, den 01. Januar 1941

Die Division befindet sich bei milden Winter in der Ausbildung im Sennelager. Noch immer bekommt die Truppe nach und nach ihre Ausrüstung. Mitte Februar wird das Sennelager geräumt. Mit einen Fußmarsch geht es in den Raum Hannover-Hameln-Hildesheim.


Donnerstag, den 01. Januar 1942

Die Division hat sich am Wolchow zur Verteidigung eingerichtet. Der Divisionsgefechtsstand befindet sich in Dolgowo. Der Stab des AR126 steht in Nekochowo. Die Regimenter sind im Abschnitt Germanowo - Jamno. Es herrscht strenge Kälte bei mangelnder Kleidung.


Freitag, den 01. Januar 1943

Die Division befindet sich im Abschnitt zwischen den Flüssen Lowatj und Robja. In der Silvesternacht wird das IR424 bei Knjasewo angegriffen. Das Regiment führt in dieser Nacht erbitterte Kämpfe. Das 1./Pi.Btl.126 ist ebenfalls an den Kämpfen beteiligt.


Samstag, den 01. Januar 1944

Die Division befindet sich im Raum vor Leningrad bei Krasnoje Sselo. Es wird in diesen Tagen ein Großangriff der sowjetischen Armee befürchtet.


Montag, den 01. Januar 1945

Die Division steht südlich Rudbarzi in der 3. Kurlandschlacht. An Neujahr versucht die Division vergeblich, die zuvor verlorene Höhe 107 nach oben zu erobern.



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Der Heldengedenktag wird am 27.Februar 1934 per Beschluss zum gesetzlichen Feiertag verkündet. Er findet am 5. Sonntag vor Ostern statt. Es ist der eigentliche "Volkstrauertag" und wird vom Regime zur Heldenverehrung benutzt. Nachfolgend der Erlass über den Heldengedenktag 1943



Erlass Heldengedenktag 1943

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Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 09. März 1941

Die Division befindet sich im Raum Hannover-Hameln-Hildesheim in der Ausbildung und bleibt dort bis Anfang April.


Sonntag, den 01. März 1942

Die Division befindet sich bei minus 50 Grad Kälte am "Wolchow-Kessel" im Raum Dolgowo - Ossija - Teremez. Das IR422 hat schwere Kämpfe um den Ort Semtizy.


Sonntag, den 21. März 1943

Die Division nahm am 19.3. Stellung an der "Pennafront (Stangenwald)". Die einzelnen Truppen stehen zwischen Mal. Gorki und Marfino.


Sonntag, den 05. März 1944

Die Division befindet sich seit dem 4.3. in der Schlacht um die "Pantherstellung" nördlich Pleskau. Diese heftigsten Kämpfe dauerten fast ununterbrochen bis zum 9.3. an !!


Sonntag, den 25. Februar 1945

Die Division übernimmt am 25.2. erneut den Abschnitt südlich Libau. Das Grenadier-Regiment 424 wird aufgelöst und dem GR422 als zusammengefasstes Bataillon II./GR424 angegliedert.



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Laut Gesetz sind am Karfreitag unter anderem musikalische Darbietungen in Schankräumen sowie sportliche Veranstaltungen verboten.



Grafik: kleines Ritterkreuz

Freitag, den 11. April 1941

Die Division übt im Raum südöstlich Königsberg den zu erwartenden "Ernstfall". Soviel wie möglich wurde in größeren Verbänden geübt.


Freitag, den 03. April 1942

Die Division steht am "Wolchow-Kessel" an der Linie Tjutizy- Kopzy - Krutik in schweren Kämpfen. Besonders betroffen ist das IR424 mit Teilen der 250.Inf.Div. (blaue Divivion).


Freitag, den 23. April 1943

Die Division steht südlich von Staraja Russa und erlebt von Anfang April bis Ende Juli eine ruhige Phase ohne größere Kampfhandlungen.


Freitag, den 07. April 1944

Die Division befindet sich im Raum Pleskau. Das GR426 kämpft südlich von Pleskau mit der 212.Inf.Div. an der "Pantherstellung".


Freitag, den 30. März 1945

Die Division wird in den Raum Preekuln nach obenverlegt. Der Divisionsgefechtsstand steht in Bunka. Hugo Kruer, Lt.d.R. erhält an diesem Tag das "Deutsche Kreuz in Gold".





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Am 13.4.1941 schließen die Sowjetunion und Japan einen Nichtangriffspakt. Am 5.4.1942 bringt Hilter die Weisung 42. heraus. Am 25.4.1943 stiftet Hitler das Demjanskschild.



Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 13. April 1941
Montag, den 14. April 1941


Während der Divisionsstab in Friedland Quartier bezieht, ist die Truppe im Raum südöstlich Königsberg untergebracht. Dort wird massiv für den "Ernstfall" geübt.


Sonntag, den 05. April 1942
Montag, den 06. April 1942



Landsers Ostertraum...
Zeichnung von Karl Draeger, Werkstatt Komp. 126
Mit freundlicher Genehmigung von Markus Draeger


Die "blutige Osterschlacht" ist seit dem 4.4. beendet. Im Divisions Tagesbefehl der 58. Inf.Div. vom 6.4. wird der Einsatz des IR424 (siehe Karfreitag 1942) besonders hervorgehoben.


Sonntag, den 25. April 1943
Montag, den 26. April 1943


Die Division steht bei Staraja Russa, es ist eine ruhige Zeit. Zu Ostern wird die erste Ausgabe der eigenen Frontzeitung "Ilmenseestimme" herausgegeben. Es gibt bis Juli 1944 insgesamt 16 Ausgaben.


Sonntag, den 09. April 1944
Montag, den 10. April 1944


Die Division steht im Raum Pleskau. Wie in der Zeit bei Staraja Russa erleben die Truppen fast eine ruhige Zeit. Bis auf das GR426 (Unterstützung der 212.Inf.Div.) und das GR424, welches am 9.4. zur Unterstützung zur 215.Inf.Div. ebenfalls in die "Pantherstellung" (südl. Pleskau) verlegt wird. Dieser Einsatz dauert bis zum 25.4.1944.


Sonntag, den 01. April 1945
Montag, den 02. April 1945


Die Division wird in den Raum Preekuln verlegt und verbringt ruhige Ostern.





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Der 1. Mai Feiertag wird am 27. Februar 1934 per Beschluss zum gesetzlichen Feiertag als „Tag der nationalen Arbeit“ verkündet. Vorwiegend dient dieser Tag dem Regime als hervorragende Kulisse für Paraden. Besonders interessant ist, daß dieser Feiertag 1942 per Verordnung auf Samstag, den 2. Mai verlegt wird. Siehe hierzu den folgenden Gesetzesblattauszug.

     

Gesetzblatt 1.Mai              Verordnung 1. Mai

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Grafik: kleines Ritterkreuz

Donnerstag, den 1. Mai 1941

Die Divsion befindet sich im Aufmarsch in Ostpreußen. Die Truppen der Division werden südöstlich von Königsberg untergebracht. Es beginnt die Zeit der Ausbildung in größeren Verbänden.


Samstag, den 2. Mai 1942

Die Truppen befinden sich westlich des Wolchows bei Bol. Samoschje. Das Tauwetter hat eingesetzt und die Wälder verwandeln sich in riesige Sümpfe und Seen.


Samstag, den 1. Mai 1943

Die Division verbringt eine ruhige Phase bei Staraja Russa. Die Stellung verläuft vom "Birnensumpf" über "Pennawald" und "Stangenwald" bis an den Stadtrand von Staraja Russa


Montag, den 1. Mai 1944

Die Division verbringt bei Pleskau ruhige Monate mit Musik, Theater und Filmen.



Dienstag, den 1. Mai 1945

Die Division steht vor den Toren von Libau. Am Abend des 1.5. erfährt die Truppe über das Radio vom Tod Adolf Hitlers. Der Division wird für die Ausschiffung der 15.5. genannt.



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Der Himmelfahrtstag wird während des 2. Weltkrieges "mit Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse des Krieges..." auf den nachfolgenden Sonntag gelegt. Gleiches gilt auch für den Bußtag. Nachfolgend sind die dazu herausgegebenen Gesetzestexte dargestellt.

                    

Gesetzblatt Himmelfahrt, 1941              Verordnung Feiertage, 1941

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Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 25. Mai 1941

Die Division hat seit dem 18.Mai einen 25 Kilometer breiten Abschnitt südlich der Memel im Raum Haselberg zur Grenzsicherung übernommen. Es wird viel Mühe und Zeit damit verwendet, alle Stellungen und Bewegungen zu tarnen.


Sonntag, den 10. Mai 1942

Die Division befindet sich am Wolchowkessel bei Temerez. Alle haben mit der lästigen Mückenplage zu kämpfen.


Sonntag, den 30. Mai 1943

Die Division befindet sich südlich von Staraja Russa. Die Division erlebt einige Personalveränderungen.


Sonntag, den 14. Mai 1944

Die Truppen liegen bei Pleskau. Sie werden von Marschkompanien und Genesenentransporten aufgefrischt. General Fischer läd regelmäßig Vertreter der Truppen zu sich ein, um sie näher kennenzulernen.


Sonntag, den 06. Mai 1945

Die Division kämpft im Raum Izriede - Bunka. Es war die letzte Stellung in Kurland.



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Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 01. Juni 1941
Montag, den 02. Juni 1941


Die Regimenter wissen seit dem 30.5. den Angriffstag auf die Sowjetunion. Somit können die Truppen mit der Erkundung des gegnerischen Geländes und den Bereitstellungsräumen südlich der Memel im Raum Haselberg beginnen.


Sonntag, den 24. Mai 1942
Montag, den 25. Mai 1942


Die Division kämpft am "Wolchowkessel" im Abschnitt Podberesje - Krutik, um den Ring zu schliessen. Ende Mai kann der Kessel dann endgültig geschlossen werden.


Sonntag, den 13. Juni 1943
Montag, den 14. Juni 1943


Die Division befindet sich ohne große Kampfhandlungen südlich von Staraja Russa.


Sonntag, den 28. Mai 1944
Montag, den 29. Mai 1944


Die Division steht bei Pleskau ohne Kämpfe. In dieser Zeit wird der kath. Divisionspfarrer Dr. Gleumes durch Pfarrer Dr. Schraaf ersetzt.


Sonntag, den 20. Mai 1945
Montag, den 21. Mai 1945


Die Truppen werden in diesen Tagen in sowjetische Kriegsgefangenschaft gebracht.



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Das nationale Erntedankfest wird alljährlich auf dem Bückeberg bei Hameln in Niedersachsen gefeiert. Der Mittelpunkt ist eine zweistündige Zeremonie mit dem Einzug Hitlers.



Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 05. Oktober 1941

Das verstärkte und eigenständige Infanterie-Regiment 424 steht vor der Stadt Lipki, welche am 6.10. eingenommen wird. Die Division, die sich im Anmarsch in diesen Raum befindet, wird gestoppt. Nur das I./AR126 und das 1./PiBtl. 126 kommen beim Regiment an und werden ihm unterstellt.


Sonntag, den 04. Oktober 1942

Die Division befindet sich im Raum Lowatj bei Kosolowo - Welikoje Sselo. Hier werden erbitterte Kämpfe geführt, die erst am 5.10. abgeschlossen sind.


Sonntag, den 03. Oktober 1943

Die Divison steht vor Urizk vor Leningrad. Bis auf beidseitige Stoßtruppunternehmen bleibt es relativ ruhig.


Sonntag, den 01. Oktober 1944

Die Division befindet sich in der sogenannten "Wendenstellung" nordöstl. Nitaure und zieht sich in den Raum westl. Riga nach oben.



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Während des 2. Weltkrieges wird, mit "Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse der Kriegswirtschaft...", dieser Feiertag auf einen Sonntag gelegt und damit als eigener Feiertag abgeschafft. Der eigentliche Feiertag ist am nachfolgenden Mittwoch.



Verordnung über die Feiertage, 1941

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Grafik: kleines Ritterkreuz

Sonntag, den 16. November 1941

Das verstärkte Infanterie-Regiment 424 liegt mit seinen Einheiten südlich des Ladogasees. Die Division steht in schwersten Kämpfen um Krassn. Wischerka und Malaja Wischera.


Sonntag, den 15. November 1942

Die Truppen der Division stehen zwischen Lowatj und Robja. Paul Idel, Lt. II./A.R.126 erhält heute das "Deutsche Kreuz in Gold".


Sonntag, den 14. November 1943

Die Division steht vor Leningrad bei Urizk. Die Lage ist relativ ruhig.


Sonntag, den 19. November 1944

Die Division befindet sich vor Libau. Von der 1. und 2. Kurlandschlacht wird die Division nicht betroffen.



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Grafik: kleines Ritterkreuz

Donnerstag, den 25. Dezember 1941
Freitag, den 26. Dezember 1941


Die Division befindet sich westlich, hinter dem Wolchow, zwischen Kowa und Swanka. Der Divisionsgefechtsstand steht in Sloboda. Das Infanterie-Regiment 424 feiert das erste Weihnachtsfest an der Rollbahn zwischen Mjasnoj Bor und Mostki auf dem Marsch in ihren neuen Stellungsraum (östlich Podberesje). Das Infanterie-Regiment 422 und 426 verbringt den Weihnachtsabend vorn am Wolchow zwischen Kowa und Swanka.


Freitag, den 25. Dezember 1942
Samstag, den 26. Dezember 1942



Zeichnung von Karl Draeger, Werkstatt Komp. 126
Mit freundlicher Genehmigung von Markus Draeger


Die Division verbringt ein ruhiges Weihnachtsfest in ihren Stellungen zwischen Lowatj und Roba.
Diese Ruhe und Stille spiegelt sich in der Zeichnung von Karl Draeger und im Weihnachtsbrief an die Familie von Ernst Wundes wieder.



Transkription Weihnachtsbrief 1942
des Sanitäters Ernst Wundes
Mit freundlicher Genehmigung
von Gregor Wundes

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Samstag, den 25. Dezember 1943
Sonntag, den 26. Dezember 1943



Zeichnung von Karl Draeger, Werkstatt Komp. 126
Mit freundlicher Genehmigung von Markus Draeger


Die Division steht vor Leningrad bei Urizk am Oranienbaumer Brückenkopf.


Montag, den 25. Dezember 1944
Dienstag, den 26. Dezember 1944



Zeichnung von Karl Draeger, Werkstatt Komp. 126
Mit freundlicher Genehmigung von Markus Draeger


Die Division verbringt das Weihnachtsfest bei Rudbarzi. Ab 21 Uhr beginnt heftiges Artilleriefeuer auf die Stellungen. Am Morgen des 25.12. beginnt ein Infanterieangriff der sowjetischen Armee.


Dienstag, den 25. Dezember 1945
Mittwoch, den 26. Dezember 1945

Das erste Weihnachten nach Kriegsende. Viele feiern dieses Weihnachtsfest ohne ihre vermissten, gefangenen, gefallenen Angehörigen. Die deutschen Städte sind zerbombt und langsam beginnt der Neuanfang.





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